The Story of the Hare-Krishna-People (15.03.2015)

Die in aller Welt nutzbare altindische Gesundheits- und Heilkunde AYURVEDA (Sanskrit: „Wissen vom Leben“) ist eine Teilwissenschaft der über Jahrtausende überlieferten VEDEN (Sanskit: „Wissenschaften“). Deren gemeinsame Quelle jedoch ist transzendentaler Natur, d.h. das uns zur Verfügung stehende Wissen wurde der Menschheit primär über eine geistige Innenkehr und nicht erst durch Vermutungen, Spekulationen, Thesen oder Experimente offenbart, wenngleich Erfahrungen und Beobachtungen dieses Wissen dann bestätigte – so ist es auch heute noch. Es steht allerdings die Frage, wie diese innere transzendentale Quelle überhaupt ausschaut oder sogar zu erreichen ist … ?

In den 60-er Jahren des vergangenen jahrhunderts ist ein mittlerweile bedeutender Inder names Prabhupada nach Amerika ausgewandert, um dort vedische Schriften aus dem Sanskrit zu übersetzen und von dort aus in der ganzen Welt zu verbreiten. Sein Hauptanliegen war es, umfassend genau die Quelle zu beschreiben, die unser gesamtes Leben und unser gesamtes Wissen hervorbringt – diese Quelle nennen wir in der westlichen Welt „Gott“ und die Hindus hauptsächlich „Krishna“. Im Zuge der Verbreitung der zahlreichen Sanskrit Übersetzungen und deren Erläuterungen fanden diese schnell eine außerordentlich große Anhängerschaft, die alsbald als „Hare-Krishna-Bewegung“ bekannt wurde. Anbei nun eine etwas ältere Dokumentation, die die Entwicklung und den Gegenstand dieser Bewegung zeigt und (hoffentlich) auch klarstellt, dass diese Bewegung keineswegs eine Sekte ist:

Die Verbreitung der spirituellen vedischen Schriften hatte bis in die heutige Zeit das Ziel, der Menschheit ihr wirkliches irdisches Dasein zu erläutern, insbesondere in einer zunehmend materialistisch orientierten Welt. Es geht dabei nicht darum – wie oftmals fälschlich angenommen – der Materie in all ihren Erscheinungsformen generell abzuschwören, denn wir verfügen ja über einen materiellen Körper, der zu Lebzeiten auch erhalten werden muss, sondern es geht um die Erkenntnis, dass wir selber nicht die Materie sind, mit der wir uns zumeist identifizieren, und dass die Materie unseren spirituellen Kern lediglich widerspiegelt. Und schlussendlich geht es um die Erkenntnis, dass jedes Lebewesen – so auch wir Menschen – ein untrennbarer Bestandteil eines höchsten Lebewesens sind, so wie jede unserer Körperzellen Bestandteile unserer Verkörperung sind.

Sich als Bestandteil dieses höchsten Lebewesens (Gott bzw. „Krishna“) zu verstehen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe für unseren Verstand und insbesondere unser Ego, das sich als völlig (entscheidungs-) frei sieht und uns bisher zur Abgrenzung von allen anderen Lebewesen veranlasste. Im Ergebnis dieser Abgrenzung entstehen unter anderem Neid und Gier sowie Furcht und Angst auf psychologischer Ebene und Autoimmunkrankeiten sowie Krebs auf physischer Ebene. Die in einer Ablehnung begründete Abgrenzung einer oder mehrerer Körperzellen innerhalb eines Organismus bzw. einzelner Menschen oder Menschengruppen innerhalb einer Gesellschaft führt immer zu einer entsprechenden Form von Krankheit, Verfall und Tod.

Heilung im ayurvedischen Sinne wird daher auch immer ganzheitlich, und insbesondere mit einem hohen spirituellen Anteil verstanden. Eine zuweilen auch begründete Ablehnung spiritueller Institutionen (z.b. Kirchen, Sekten) ist jedoch keine Begründung für eine Ablehnung, sich einmal tiefgründiger mit seinem wirklichen Sein zu befassen und im Ergebnis dessen seine Lebenskonzepte und Lebensweise neu auszurichten. So wie der Geist immer die Materie beherrscht, so beherrscht unser Denken und Handeln dann unser Lebensqualität und Gesundheit. Sich der Hare-Krishna-Bewegung anzuschließen, ist allerdings nur ein Weg dahin – es gibt derer unendlich viele …