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Fundamentale Prinzipien der materiellen Natur (22.02.2015)

Die in der materialistisch (atheistisch) orientierten westlichen Welt weit verbreitete Vorstellung, es gäbe überhaupt kein höheres Wesen (Gott) und eine Belebung entsteht erst in einem fortgeschrittenem Entwicklungsstadium der Materie (Darwinismus) von sich aus oder sogar durch die menschliche Hand, zeigt sich in außerordentlichen Lebensumständen (z.B. Demenz, Koma-Patienten, Klonen von Lebewesen oder KI-Robotik) immer wieder als recht fragwürdig …

In den vedischen Überlieferungen, wie unter anderem im „Srimad Bhagavatam“, wird die schrittweise Erschaffung und dann Belebung des Universums mit all seinen Bewohnern mehrfach sehr ausführlich erklärt. Im Folgenden nunmehr ein Auszug zu genau diesem Thema:

„Wissen ist die letztliche Vollkommenheit der Selbsterkenntnis. Ich (Kapila = eine Inkarnation Krishna’s) werde Dir dieses Wissen erklären, durch das die Knoten der Anhaftung an die Materielle Welt zerschnitten werden.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 2. Vers)

Der Herr (Krishna), die Höchste Persönlichkeit Gottes, ist die Höchste Seele (Paramatma), und Er hat keinen Anfang. Er steht zu den materiellen Erscheinungsweisen der Natur (Unwissenheit, Leidenschaft und Tugend) in transzendentaler (rein spiritueller) Stellung und befindet Sich jenseits der Existenz dieser materiellen Welt. Er ist überall wahrnehmbar, weil Er selbstleuchtend ist, und durch Seine selbstleuchtende Ausstrahlung wird die gesamte Schöpfung erhalten.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 3. Vers)

„Als Sein Spiel nahm der Herr, die Höchste Persönlichkeit Gottes (Krishna), der Größte der Großen, die feinstoffliche materielle Energie an, die mit den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur ausgestattet ist und die eine Beziehung zu Vishnu (eine Form Krishna’s) hat.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 4. Vers)

„Durch ihre drei Erscheinungsweisen (Unwissenheit, Leidenschaft und Tugend) vielfältig aufgeteilt, erschafft die materielle Natur die Formen der Lebewesen, und die Lebewesen, die dieses sehen, werden von dem wissenbedeckenden Aspekt der täuschenden Ener­gie in Illusion versetzt.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 5. Vers)

„Weil es vergessen hat, hält das transzendentale Lebewesen (individuelle Seele) den Einfluß der materiellen Energie für sein Tätigkeitsfeld, und so zum Handeln ver­anlaßt, hält es irrtümlich diese Tätigkeiten für seine eigenen.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 6. Vers)

Materielles Bewußtsein (Materialismus) ist die Ursache bedingten Lebens, in welchem dem Lebewesen von der materiellen Natur Bedingungen aufgezwungen werden. Obwohl die spirituelle Seele (Lebewesen) nichts tut und zu solchen Tätigkeiten in transzendentaler (spiritueller) Stellung steht, wird sie so von dem bedingten Leben beeinflußt.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 7. Vers)

„Die Ursache des materiellen Körpers und der Sinne der bedingten Seele und die Ursache der Halbgötter, die die Sinne beherrschen, ist die mate­rielle Natur. Dieses Verständnis haben gelehrte Menschen. Die Glücks- und Leidgefühle der Seele, die von Natur aus transzendental ist, werden von der spirituellen Seele selbst (durch mentale Bindung an Materie) verursacht.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 8. Vers)

„… Die unmanifestierte, ewige Verbindung der drei Erscheinungsweisen ist die Ursache des manifestierten Zustandes und wird als Pradhana bezeichnet. Man nennt sie Prakrti, wenn sie sich im manifestierten Daseinszustand befindet.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 10. Vers)

„Die Gesamtsumme der (vierundzwanzig) Elemente, nämlich die fünf grobstofflichen Elemente (Äther, Feuer, Luft, Wasser, Erde), die fünf feinstofflichen Elemente (Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten), die vier inneren Sinne (Geist, Intelligenz, Ego, materiell ausgerichtetes Bewusstsein), die fünf Sinne, um Wissen zu erwerben (Ohren, Augen, Nase, Zunge, Haut), und die fünf äußeren Handlungsorgane (Mund, Hände, Beine, Sexualorgane, Ausscheidungsorgane), ist als das Pradhana bekannt.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 11. Vers)

„All diese gelten als das mit Eigenschaften versehene Brahman. Das vermi­schende Element, das man als Zeit kennt, wird als das fünfundzwanzigste Element gezählt.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 15. Vers)

„Der Einfluß der Höchsten Persönlichkeit Gottes (Krishna’s) wird im Zeitfaktor empfunden, der aufgrund des falschen Egos der irregeführten Seele, die in die materielle Natur gekommen ist, Angst vor dem Tod verursacht.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 16. Vers)

„… wie Ich (Kapila) erklärt habe, ist der Zeitfaktor die Höchste Persönlichkeit Gottes (Krishna’s), von der die Schöpfung als eine Folge der Erregung der neutralen unmanifestierten Natur beginnt.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 17. Vers)

„Indem der Herr, die Höchste Persönlichkeit Gottes, Seine Kräfte entfaltet, ordnet Er alle diese verschiedenen Elemente, während Er innen als die Überseele (Paramatma) und außen als die Zeit (Kala) bleibt.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 18. Vers)

„Nachdem der Herr, die Höchste Persönlichkeit Gottes, die materielle Na­tur mit Seiner inneren Kraft befruchtet hat, bringt die materielle Natur die Gesamtsumme der kosmischen Intelligenz hervor, die man als Hiranmaya kennt. Dieser Vorgang findet in der materiellen Natur statt, wenn sie durch die Schicksale der bedingten (individuellen) Seelen in Erregung versetzt wird.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 19. Vers)

„Nachdem so das Strahlen des Mahat-Tattva (noch unmanifestierte Materie), das alle Universen enthält, das die Wurzel aller kosmischen Manifestationen ist und das zur Zeit der Auflösung (des materiellen Universums) nicht zerstört wird, Mannigfaltigkeit manifestiert hat, verschlingt es die Dunkelheit, die die Ausstrahlung zur Zeit der Auflösung verhüllt.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 20. Vers)

„Die Erscheinungsweise der Tugend, die der klare, nüchterne Zustand ist, in welchem man die Persönlichkeit Gottes (Krishna’s) versteht und den man im allge­meinen als Vasudeva oder Bewußtsein bezeichnet, wird im Mahat-Tattva sichtbar.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 21. Vers)

„Nach der Manifestation des Mahat-Tattva erscheinen diese Merkmale gleichzeitig. So wie Wasser in seinem natürlichen Zustand, bevor es mit Erde in Berührung kommt, klar, süß und unbewegt ist, so sind die charakte­ristischen Merkmale reinen Bewußtseins völlige Gelassenheit, Klarheit und Freiheit von Ablenkung.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 22. Vers)

„Das materielle Ego entsteht aus dem Mahat-Tattva, das aus der Energie des Herrn hervorgeht. Das materielle Ego ist vornehmlich mit drei aktiven Kräften ausgestattet – guten, leidenschaftlichen und unwissenden. Aus die­sen drei Arten materiellen Egos gehen der Geist, die Sinne zur Wahrneh­mung, die Organe zur Handlung und die groben Elemente hervor.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 23.-24. Vers)

„Dieses falsche Ego ist als der Handelnde, das Werkzeug und die Wirkung charakterisiert. Es ist weiter als gelassen, tätig oder stumpfsinnig charakteri­siert, je nach dem wie es von den Erscheinungsweisen der Tugend, Leiden­schaft und Unwissenheit beeinflußt wird.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 26. Vers)

„Aus dem falschen Ego der Tugend findet eine weitere Umwandlung statt. Aus dieser geht der Geist hervor, dessen Gedanken und Überlegungen Be­gehren entstehen lassen.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 27. Vers)

„Durch die Umwandlung des falschen Egos in Leidenschaft wird die Intelli­genz geboren … Die Funktionen der Intelligenz sind, bei der Feststellung der Natur von Gegenständen, die ins Blickfeld kommen, zu helfen und die Sinne zu unterstützen.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 29. Vers)

„Zweifel, Mißverständnis, richtiges Verständnis, Gedächtnis und Schlaf, wie sie von ihren verschiedenen Funktionen bestimmt werden, gelten als die hervorstechenden Merkmale der Intelligenz.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 30. Vers)

„Egoismus in der Erscheinungsweise der Leidenschaft erzeugt zwei Arten von Sinnen – die Sinne, um Wissen zu erwerben, und die Sinne der Hand­lung. Die Sinne der Handlung sind von der Lebensenergie (Prana) abhängig, und die Sinne zur Aufnahme von Wissen sind von der Intelligenz abhängig.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 31. Vers

„Wenn Egoismus in Unwissenheit durch die Geschlechtsenergie der Höchsten Persönlichkeit Gottes (Krishna’s) erregt wird, entsteht das feinstoffliche Element Klang, und von Klang kommen der ätherische Himmel und der Gehörsinn.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 32. Vers)

„Menschen, die gelehrt sind und wahres Wissen haben, definieren Klang als das, was die Vorstellung von einem Gegenstand überträgt, was die Ge­genwart eines von uns aus gesehenen Sprechers andeutet, und was die fein­stoffliche Form des Äthers darstellt.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 33. Vers)

„Die Tätigkeiten und charakteristischen Merkmale des ätherischen Eiements können beobachtet werden als die Bereitstellung des Raumes, der die äußeren und inneren Existenzen aller Lebewesen ein nehmen, nämlich das Tätigkeitsfeld der Lebensluft (Prana), der Sinne und des Geistes.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 34. Vers)

„Aus dem ätherischen Dasein, das aus Klang hervorgeht, findet unter dem Einfluß der Zeit die nächste Umwandlung statt, und so werden das feinstoffliche Element Berührung und darauf die Luft und der Tastsinn vorherrschend.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 35. Vers)

„Durch Wechselwirkungen der Luft und des Tastsinns bekommt man je nach seinem Schicksal verschiedene Formen. Durch die Evolution solcher Formen entsteht Feuer, und das Auge sieht verschiedene Formen in Farbe.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 38. Vers)

„Durch die Wechselwirkung von Feuer und visueller Empfindung entsteht unter höherer Führung das feinstoffliche Element Geschmack. Aus Ge­schmack wird Wasser erzeugt, und die Zunge, die Geschmack wahrnimmt, wird ebenfalls manifestiert.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 41. Vers)

„Durch die Wechselwirkung von Wasser mit der Geschmackswahrneh­mung entsteht unter höherer Führung das feinstoffliche Element Geruch. Darauf manifestieren sich die Erde und der Geruchssinn, durch die wir den Duft der Erde auf unterschiedliche Weise erfahren können.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 44. Vers)

„Als alle diese Elemente unvermischt waren, trat die Höchste Persönlich­keit Gottes (Krishna bzw. Vishnu), der Ursprung der Schöpfung, zusammen mit Zeit, Arbeit und den Eigenschaften der Erscheinungsweisen der materiellen Natur in das Universum ein, begleitet von der gesamten materiellen Energie, die Sieben­ fach unterteilt war.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 50. Vers)

„Aus diesen sieben Prinzipien, durch die Gegenwart des Herrn zu Tätig­keit veranlaßt und vereinigt, ging ein unintelligentes Ei hervor, aus dem das gefeierte Kosmische Wesen erschien.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 51. Vers)

„Dieses universale Ei, das heißt das Universum in der Form eines Eis, wird als die Manifestation der materiellen Energie bezeichnet. Seine Hüllen aus Wasser, Luft, Feuer, Himmel, Ego und Mahat-Tattva nehmen nacheinander an Dicke zu. Jede Schicht ist zehn mal so dick wie die vorherige, und die letzte Außenschicht ist vom Pradhana bedeckt. ln dem Ei befi ndet sich die universale Form Sri Haris (Krishna’s), von dessen Körper die vierzehn Planetensysteme Teile sind.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 52. Vers)

„Die Höchste Persönlichkeit Gottes, der Virat-Purusha, nahm in diesem gol­denen Ei , das auf dem Wasser lag, Seinen Platz ein und teilte es in viele Ab­teilungen auf.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 53. Vers)

„Zunächst erschien in Ihm ein Mund, und dann kam das Sprechorgan her­ vor und mit ihm der Feuergott, jene Gottheit, die diesem Organ vorsteht. Dann erschienen ein Paar Nasenöffnungen, und in ihnen erschienen der Geruchssinn sowie Prana, die Lebensluft.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 54. Vers)

Die Bildung der Körperteile und die Platzierung der damit verbundenen Sinne wird in den folgenden Versen ausführlich beschrieben und sei an dieser Stelle einmal übersprungen. Nunmehr geht es zur Belebung des Körpers:

„Als die Halbgötter und vorherrschenden Gottheiten der verschiedenen Sinne so manifestiert waren, wollten sie den Ursprung ihres Erscheinens wecken. Als ihnen dies jedoch nicht gelang, gingen sie wieder einer nach dem anderen in den Körper des Virat-Purusha (Höchste Persönlichkeit Gottes = Krishna) ein, um ihn aufzuwecken.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 62. Vers)

„Der Gott des Feuers ging mit dem Sprechorgan in Seinen Mund ein, doch der Virat-Purusha erhob Sich nicht. Darauf ging der Gott der Winde mit dem Geruchssinn in Seine Nasenöffnungen ein, doch der Virat-Purusha erwachte immer noch nicht.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 63. Vers)

„Der Sonnengott ging mit dem Gesichtssinn in die beiden Augen des Virat-Purusha ein; doch der Virat-Purusha stand immer noch nicht auf. ln ähnlicher Weise traten die vorherrschenden Gottheiten der Himmelsrichtungen mit dem Gehörsinn in Seine Ohren ein, doch immer noch nicht stand Er auf.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 64. Vers)

„Die beherrschenden Gottheiten der Haut, der Heilkräuter und der Ge­würzpflanzen gingen durch die Körperhaare in die Haut des Virat-Purusha ein, doch selbst dann weigerte Sich das Kosmische Wesen aufzustehen. Der Gott, der über das Wasser gebietet, trat mit der Fähigkeit der Fortpflanzung in Sein Zeugungsorgan ein, doch der Virat-Purusha regte Sich nicht.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 65. Vers)

„Der Gott des Todes ging mit dem Organ der Entleerung in Seinen Anus ein, doch der Virat-Purusha konnte nicht zu Tätigkeit veranlaßt werden. Der Gott lndra ging in die Hände ein mit ihrer Macht, Dinge zu ergreifen und fallen zu lassen, doch selbst dann erhob Sich der Virat-Purusha nicht.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 66. Vers)

„Sri Vishnu ging mit der Fähigkeit der Bewegung in Seine Füße ein, doch der Virat-Purusha weigerte Sich selbst dann aufzustehen. Die Flüsse gingen mit dem Blut und der Macht des Kreislaufs in Seine Blutbahnen ein, doch das Kosmische Wesen regte Sich immer noch nicht.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 67. Vers)

„Das Meer ging mit Hunger und Durst in Seinen Magen ein, doch selbst dann weigerte Sich das Kosmische Wesen, Sich zu erheben. Der Mondgott ging mit dem Geist in Sein Herz ein, doch das Kosmische Wesen bewegte Sich nicht.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 68. Vers)

„Auch Brahma (das erste kosmische Lebewesen) ging in Sein Herz ein, und zwar mit der Intelligenz, doch selbst dann konnte das Kosmische Wesen nicht veranlaßt werden aufzuste­hen. Rudra (der Gott des Zornes) ging ebenfalls in Sein Herz ein, und zwar mit dem Ego, doch selbst dann bewegte Sich das Kosmische Wesen nicht.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 69. Vers)

„Als jedoch der innere Herrscher, die Gottheit, die über Bewußtsein ge­bietet, in das Herz mit Vernunft einging, da erhob Sich das Kosmische Wesen aus dem Wasser der Ursachen.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 70. Vers)

„Wenn ein Mensch (verkörperte individuelle Seele bzw. Atma) schläft, können alle seine materiellen Vorzüge – näm­lich die Lebensenergie (Prana), die Sinne, um Wissen aufzunehmen, und die Sinne, um zu arbeiten, der Geist und die Intelligenz – ihn nicht zum Erwachen bringen. Er kann nur erweckt werden, wenn ihm die Überseele (Paramatma) hilft.“ (Srimad Bhagavatam, 3. Canto, 26. Kapitel, 70. Vers)

Im Fazit kann also der Schluss gezogen werden, dass ein vollständiges Erwecken aus einem Koma, ein Verhindern eines Sterbevorganges, eine Belebung geklonter Tiere oder sogar von Robotern, die mit einer künstlichen Intelligenz (KI) ausgestattet sind, grundsätzlich einem höchsten Willen unterliegen. Ein wirkliches Lebewesen (individuelle Seele) ist ein winziges Bestandteil der transzendentalen inneren Energie des allerhöchsten Lebewesens (Gott), das selber darüber befindet, ob und wann und wie es sich überhaupt in der Materie (seine äußere Energie) niederlässt. Und in genau diesem Sinne sind Heilbehandlungen – ob nun klassisch oder ayurvedisch – auch nur so erfolgreich, wie sie höchsten (göttlichen) Absichten entspricht …