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Ärger – wie geht man damit um (21.12.2016)

Ein aktuelles Ereignis hat mich veranlasst, einmal über das Thema „Ärger“ zu schreiben. Was war geschehen ? Ich war beim Abschluss einer technischen Serviceleistung für einen gemeinsamen Kunden, wobei es zu recht merkwürdigen Mißverständnissen mit einem Mitarbeiter der Firma kam, die meine zwischenzeitlich angeforderten Leistungen benötigten, weil sie selber seit einigen Tagen mit ihrem Support nicht vorangekommen waren. Der betreffende Mitarbeiter also war über die Vorleistungen eines seiner Kollegen ganz offensichtlich nicht im Bilde und ich bat nun einen Freund, der seit wenigen Jahren für diese Firma im Vertrieb tätig ist und mich schon einmal wegen gleichartiger Serviceleistungen an den gemeinsamen Kunden vermittelt hat, um eine persönliche Unterstützung. Für mich völlig unerwartet und nicht mehr nachvollziehbar wurde von meinem Freund diese alleinige Bitte als Einmischung in die inneren Angelegenheiten seiner Firma gewertet …

Die Umstände und der Inhalt der Missverständnisse sind von ihm er erst gar nicht zur Kenntnis genommen worden, was bei mir den Eindruck erweckte, dass mein Freund von der absoluten Unfehlbarkeit seiner Firma, in der er erst wenige Jahre beschäftigt ist, völlig überzeugt ist. Diese Voreingenommenheit und die recht drastische Zurückweisung meines Anliegens sprachen sowohl für eine klare Wahrnehmungsstörung das tatsächlichen Sachverhaltes als auch dafür, dass sich hier Jemand gerade auf einer niedrigen Bewusstseinsstufe bewegte, nämlich in der Leidenschaft („Rajas“-Guna) und der Unbewusstheit („Tamas“-Guna) – ich hatte meinen Freund jedoch schon weitaus „fortgeschrittener“ erlebt …

Tatsächlich jedoch war das kein Einzelfall, denn gerade in den letzten Jahren kam es immer wieder einmal vor, dass andere „spirituell fortgeschrittene“ Freunde ähnliche „Aussetzer“ hatten, d.h. in Stress-Situationen größere Wahrnehmungsstörungen zeigten, die Geduld verloren und mental aggressiv reagierten. Daran könnte eine langjährige Freundschaft zugrunde gehen, aber „Blut ist nun einmal dicker als Wasser“ und wenn man sich in der (ayur-) vedischen Psychologie schon ein wenig auskennt, bewertet man diese Situationen völlig anders. In unserer Praxis begleiten wir überwiegend Menschen, die in einen Burnout geraten sind, und das sind insbesondere Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen (Ärzte und Schwestern), Schulwesen  (Pädagogen im Lehramt und in der Verwaltung) sowie Außendienst-Mitarbeiter in verschiedenen Branchen. Stress und Ärger gehören hier leider zum beruflichen Alltag, und dort nach einer Auszeit oder auch Behandlung wieder hineinzugeraten, sind für die betroffenen Horror-Vorstellungen – zumeist tragen sie sich bereits mit dem Gedanken an einen beruflichen Ausstieg …

Das alleine jedoch ist nicht gerade die Lösung erster Wahl, es ist eher eine Flucht vor gewissen Lebenssituationen, anstatt diese zu verstehen und mit ihnen künftig ganz bewusst umgehen zu lernen. Wie also kommt es dazu, dass man in solche Situationen überhaupt hineingelangt ? Dazu müssen wir uns erst einmal darüber im Klaren werden, wer wir selber wirklich sind und was wir hier (auf der Erde oder in unserem Leben) wirklich tun:

Zunächst folgende Frage: Wenn Sie im Auto sitzen und damit durch die Gegend fahren, empfinden Sie sich selber schon als dieses Auto ? Oder sind Sie sich immer noch darüber bewusst, dass Sie selber der Fahrer, Halter und eventuell sogar Erbauer dieses Autos sind, das Auto selber jedoch nicht ? Soweit Sie diese Dinge noch völlig auseinander halten können, soweit bieten Sie noch die Voraussetzung für die nächste Erkenntnis, nämlich dass Sie selber auch nicht Ihr Körper und auch nicht die Energien sind, die Ihren Körper durchfluten ! Körper, Geist und Seele – letztere nämlich sind Sie selber – bilden eine Trinität, die nur in einer materiellen Welt besteht, nicht jedoch in einer rein geistigen (spirituellen). Ihre Seele ist rein spiritueller Natur, Ihr Geist jedoch von materiell-feinstofflicher und Ihr Körper von materiell-grobstofflicher Natur …

Wir alle wissen aus unendlich vielen Lebenserfahrungen, dass sich materielle Dinge niemals von sich aus verändern oder bewegen: Beispielsweise wird das Auto von uns selber bewegt, wenn wir es denn wollen, oder überhaupt erst einmal entwickelt und gebaut, so wie wir es wollen – nur der Geist bewegt die Materie, und der Geist wird von unserer Intelligenz und unserem Ego (unserem Selbstverständnis) gesteuert und kontrolliert. Alle diesbezüglichen Informationen, d.h. das, was war, was ist und was sein wird, sind in unserer Seele gebunden, in unserem rein spirituellen Kristall, der wir selber sind – wir sind jedoch nicht das uns in diesem Leben begleitende Ego, nicht die gegenwärtige Intelligenz, nicht die Energien, die unseren Körper bewegen, und insbesondere nicht dieser schwere Körper selber – vergessen Sie das bitte nicht … !

So lange wir allerdings über einen (materiellen) Körper verfügen, mit dem wir hier durch das irdische (oder andere) Leben gehen, so lange sind wir auch an materielle Bedingungen gebunden – wir sind sozusagen noch materiell unfreie und daher „bedingte Seelen“. Bei spirituell bereits etwas fortgeschrittenen Menschen, sehr oberflächlich auch mal als „Esoteriker“ bezeichnet“, ist die Trinität von Körper, Geist und Seele bereits bekannt, aber sie wird nicht bewusst gelebt, d.h. sie lehnen beispielsweise das Arbeiten (genauer gesagt eine „Erwerbstätigkeit“) ab, weil sie mit Materie nichts mehr zu tun haben wollen. Das führt in unserer Gesellschaft aber dazu, dass sie wirtschaftlich auf der Strecke bleiben und über „zu wenig Geld“ für den eigenen Lebenserhalt jammern – ein nicht gerade intelligentes Verhalten …

Diejenigen aber, die für ihren Lebensunterhalt mit bestimmten Zielsetzungen und mit Engagement intensiv sorgen, sind in Wirklichkeit noch schlimmer dran, denn sie merken nicht, wie sie bei der ständigen Auseinandersetzung mit materiellen Erscheinungsformen (Dinge, Vorgänge usw.) einen Kampf um’s (materielle) Dasein führen, den sie niemals gewinnen können. Wie ist das zu verstehen ? Diese Menschen, zu denen leider auch welche gehören, die ihre mühsam erworbenen spirituellen Erkenntnisse zu Gunsten eines besseren materiellen Lebensstandards in die hinterste Schublade gelegt haben, verstricken sich in all ihre Entscheidungen und Handlungen derart, dass sie nur noch darum bemüht sind, die Kontrolle über ihre materialistischen Konstrukte nicht mehr zu verlieren. Genau das führt zu übermäßigen geistigen und körperlichen Energieverlusten, zu Stress und zu Ärger. Mehr noch: Die Konzentration auf materielle Dinge und Prozesse, um diese noch im Griff behalten zu können, führt zur Abweisung sowohl tangierender als erst recht auch breit übergreifender Vorgänge, d.h. zum Verlust des allgemeinen Überblicks, zu Wahrnehmungsstörungen, zu Fehlinterpretationen und verfehlten Handlungen …

Jeder Mensch reagiert zwar anders, weil er über andere fein- und grobstoffliche körperliche Voraussetzungen („Doshas“ = Konstitutionen) und einen unterschiedlichen geistig-spirituellen Erkenntnisstand („Gunas“) verfügt, aber das Grundprinzip ist letztlich das Gleiche: Unbewusstheit („Tamas“) und Leidenschaft („Rajas“) führen sowohl den Protagonisten selber als auch allen Mitbeteiligten unnötiges und damit auch vermeidbares Leid zu. Und wie sind nun die eingangs geschilderten Fälle aus (ayur-) vedischer Sicht zu bewerten … ?

Mein Freund hatte vor einigen Jahren seine langjährige Selbständigkeit aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben und sich sehr engagiert und auch erfolgreich im Vertrieb eines größeres Unternehmens eingebracht. Seit dem allerdings beobachtete ich bei ihm eine schleichende Wesensveränderung – er war härter, kritikvoller, unnachgiebiger usw. mit einer gewissen Latenz zur Rücksichtslosigkeit geworden, kann oder will das jedoch nicht erkennen. Er ist ein sehr sportlicher Tridosha-Typ mit schätzungsweise 40 % Pitta-, 30 % Vata- und 30 % Kapha-Anteil. Wenn sich Pitta-Konstitutionen in Leidenschaft („Rajas“) und Unbewusstheit („Tamas“) befinden, reagieren sie in unliebsamen Situationen genau so, wie ich es beschrieben habe. Das übermäßige engagierte Einbringen in materialistische Tätigkeiten geht immer zu Lasten des eigenen spirituellen Fortschritts, was sich in einer negativen Wesensveränderung widerspiegelt. Wenngleich ich das genau so immer wieder bei verschiedenen Menschen beobachtet habe, ist das bereits in den uralten (ayur-) vedischen Überlieferungen auch genau so beschrieben worden, also ein altbekanntes Phänomen in der menschlichen Entwicklung …

Das Selbst hat es immer am schwersten, sich von selbst zu erkennen, und daher sind hierfür Freunde die geeignetsten „Sparringpartner“. Man kann an deren Reaktionen erkennen, wo man selber gerade steht, ob nun über das gesprochene Wort oder über das künftige Verhalten. Ist also Ärger wirklich begründet oder nur eigenes Kopfkino ? Nein – eine ärgerliche Situation kann recht gut dazu beitragen, den geistig-spirituellen Entwicklungsstand aller Beteiligten besser zu erkennen und weiterzuentwickeln – so sie es dann auch wirklich wollen. Und was ist mit mir selbst ? Ich muss leider zugeben, dass auch ich manchmal noch in niedrigere Verhaltensweisen abrutsche – wir sind alle nur Menschen …

Nachtrag: Zum obigen Thema habe ich noch eine besondere Seite vorbereitet, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen unserem Bewusstseinsstand („Gunas“) und unseren Konstitutionen („Doshas“) befasst. Das könnte für uns selber sowie auch für den Umgang mit unserer Familie, unseren Freunden, unseren Kollegen oder Geschäftspartnern sehr aufschlussreich sein – mehr dazu also hier …

„Götter in Weiß“ – Ach wirklich ? (27.08.2016)

Eines gleich vorweg: Hinter dem Beitrags-Titel verbirgt sich nicht gleich Das, was man zunächst denkt ! Ich selber bin in einer Arztfamilie aufgewachsen und verwandtschaftlich auch von Ärzten und Schwestern in verschiedener Generationen umgeben, aber ich habe diesen Berufszweig schon ganz früh und ganz bewusst nicht gewählt – mich haben Maschinen immer mehr interessiert, auswendig lernen war meine Sache nie und während des Medizin-Studiums einmal auch durch die Pathologie gehen zu müssen, war für mich ein Albtraum. Worum also geht es dann … ?

Man könnte nach den nächsten Zeilen gleich fragen, ob ich mit meinem Beitrag nicht sogar gewisse persönliche Komplexe aufzuarbeiten oder mit der Ärzteschaft aus nachvollziehbaren Gründen abzurechnen versuche – aber auch dem ist nicht so. Das Thema hat mich in den letzten Wochen einfach nicht losgelassen, weil ich nach langer Zeit wieder mit vielen Ärzten in Verbindung kam, einige von ihnen meine Klienten waren, andere sich noch im Medizin-Studium befinden, ich bei einigen von ihnen einen gewissen Standesdünkel feststelle und auch noch dem Film „Patch Adams“ mit Robin Williams gesehen hatte. Ja, also worum geht es mir nun wirklich … ?

Gut 3-1/2 Jahre nach meinem 4-jährigen Studium zum Diplomingenieur wurde ich von einem Kollegen völlig unerwartet gefragt, ob ich nicht auch einmal eine außerplanmäßige Aspiratur (Doktorandum) aufnehmen möchte, was u.a. für Techniker ohnehin erst nach Abschluss einer Diplomarbeit möglich ist – der Rektor meiner ehemaligen Hochschule suchte einen Aspiranten für ein damals noch außergewöhnliches Thema. Ich nahm das Angebot an, schrieb nebenberuflich zu einem Thema, mit dem ich direkt kaum etwas zu tun hatte, meine Dissertation und erwarb im Sommer 1989 meinen Titel. Mein Vater war Arzt, bildete nebenher selber Studenten aus und merkte einmal an, dass die Mediziner es mit ihren Dissertationen leichter hätten, denn sie schrieben sie schon frühzeitig während ihres Studiums – das ist auch heute noch so. Sind Medizin-Studenten etwa intelligenter als bereits höher qualifizierte Techniker oder gab es dafür andere Gründe ? Was macht einen Arzt scheinbar besser als einen „Normalbürger“, auch wenn dieser eine hohe Qualifikation aufweisen kann ? Dieser Frage wollte ich jetzt einmal nachgehen, und bald schon bekam ich dazu die ersten Anhaltspunkte …

Der bereits o.g. Film mit Robin Williams schien eine erste Erklärung dafür zu geben, nämlich die in der Ausbildung vermittelte oder die von den Protagonisten selber angeeignete Sichtweise, dass alle Menschen von den Ärzten einmal abhängig seien und man daher eine höhere (gesellschaftliche) Verantwortung als die Durchschnittsbevölkerung trage. Teilweise mögen auch persönliche Dünkel hinzukommen, dass man mit einer umfassenderen Ausbildung ja auch „intelligenter“ als andere Menschen sei – aber das kommt auch in anderen Berufsgruppen vor. Doch können uns Ärzte wirklich vor einer Erkrankung, Schmerz, Leid, Verfall und Tod bewahren –  sind sie wirklich derart Gott-gleich ? Ganz sicher nicht, und das wissen sie selber auch. Gewisse Dünkel oder sogar Überheblichkeit können bekanntlich dazu dienen, die (zumindest unterschwellig erkannte) eigene Unvollkommenheit und die bestehenden inneren Zweifel zu kaschieren – und das ist doch irgendwie nachvollziehbar und auch menschlich. In sofern sollte man solchen Menschen einfach gelassen gegenüber treten und Mitgefühl für auch deren Verletzlichkeit aufbringen …

Damit war ich selber aber noch  nicht am Ende, denn es ging hier um Gott-Gleichheit: Was glauben wir eigentlich über Gott oder wissen wir bereits über ihn ? Zumindest akzeptieren wir doch die Aussage, dass der Mensch Gott-gleich erschaffen worden sein soll – nicht wahr ? Demnach müsste der Mensch doch auch göttliche Fähigkeiten in sich tragen, die insbesondere Allwissenheit, Allmächtigkeit und Allmöglichkeit implizieren ? Ja, und ist das auch wirklich so ? Können wir tatsächlich mit einer einzigen Handbewegung Berge versetzen, d.h. ohne aufwändige technisch-technologische Vorbereitungen ? Können wir Alter, Krankheit, Verfall und Tod wirklich verhindern ? Können wir mit einem Wimpernschlag die Welt, wie unvollkommen sie ist, wieder völlig in Ordnung bringen, ohne unsere Mitmenschen auf andere Weise erneut zu benachteiligen ? Ja, was wissen und können wir denn wirklich … ?

Wenn man nur einmal Menschen mit einem etwa gleichen Bildungsniveau vergleicht, wie z.B. Ärzte mit Ingenieuren, was macht hier den Unterschied dann noch aus ? Ganz einfach: Ärzte erschaffen nichts Neues, sondern sind für die Erhaltung etwas Bestehenden zuständig, und zwar auch immer nur in Bezug auf einzelne Personen, auch bei „Kunstfehlern“.  Darüber hinaus hat kein Arzt jemals ein neues Lebewesen kreiert und wird es auch niemals können – das ist ausschließlich Gottes Werk. Ein Ingenieur hingegen erschafft immer etwas Neues, was zuvor niemals dagewesen ist, d.h. er „spielt“ Gott, und seine „Schöpfungen“ betreffen zumeist sogar viele Menschen zugleich. Bei „Kunstfehlern“ kann das sogar verheerende Folgen haben, denn sein begrenztes Wissen schränkt ihn derart ein, dass seine Kreationen niemals so (göttlich) vollkommen sein können, dass sie sich harmonisch ins natürliche Leben einpassen können, ihre „Geschöpfe“ sind niemals selbst-heilend und auch nur eingeschränkt „intelligent“ …

Der Eine also ist „Vishnu“-gleich der Erhalter (Arzt) und der Andere ist „Brahma“-gleich der Schöpfer (Ingenieur). Die Menschen, die alles wieder zerstören und recyceln, damit daraus etwas Neues entstehen kann, sind „Shiva“-gleich – so einfach kann man die Sache also auch betrachten. Im Fazit nun ist JEDER Mensch in seinen drei Haupt-Aspekten Gott-gleich bzw. Gott-ähnlich, nicht aber Gott (der Schöpfer) selbst. Es ist daher also dümmlich, sich vor gewissen Berufsständen niederzuwerfen oder von diesen Ständen heraus auf andere herabzuschauen – insbesondere in Notlagen. Ansonsten nämlich kann man auch einen Kniefall vor einem Kfz-Mechaniker machen, wenn er mal das eigene Auto repariert – Ärzte machen im Prinzip nichts Anderes.  Oder man himmelt Architekten an, die uns schöne Häuser entwerfen, oder Bäcker, die besonders schmackhafte Brote und Torten herstellen, oder freundliche Gastro-Servicekräfte, die unsere schlechte Laune immer wieder zu vertreiben verstehen – man kann diese Reihe unendlich fortsetzen …

Und worum ging’s mir mit meinem Beitrag nun wirklich ? Ganz einfach: Findet Eure besonderen Veranlagungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten wieder und lebt sie ganz bewusst aus, ohne Eure Mitmenschen zu belästigen oder sogar zu benachteiligen, denn sowohl Ihr selber als auch die Anderen sind etwas ganz Besonderes ! Ihr Alle seid Gott-gleich in den verschiedensten Aspekten – von dem einen mal mehr und dafür von dem anderen mal weniger – insgesamt aber immer perfekt, so wie Ihr seid ! Wenn Ihr das wieder erkennt, erkennt Ihr Euch gegenseitig an, werdet wieder friedfertiger und gelassener. Und außerdem fließt in Euch selber wieder die Energie ungehindert durch, die Eure Körper an diesem Leben lange gesund erhält – das Prana bzw. Chi bzw. Ki oder wie auch immer Ihr sie nennt. „Götter in Weiß“ jedoch gibt es nicht wirklich …

Klassische und alternative Heilungs-Chancen (20.08.2016)

Man mag nicht immer so gerne über sich selber sprechen, aber manchmal ist es doch hilfreich, gewisse Themen mit eigenen Erfahrungen zu belegen. Und somit blicke ich auch auf meine bisher vermeintlichen Fehlschläge in der alternativen bzw. komplementären Heilkunde zurück, die mir recht drastisch die Grenzen meiner persönlichen Veranlagungen sowie meiner erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten aufzeigten – es war außerordentlich niederschmetternd und ernüchtert …

Also – als meine Frau im Frühjahr 2000 an einem sehr seltenen und sehr bösartigen Tumor erkrankte, beschritten wir neben der klassischen (allophatischen) medizinischen Betreuung sofort auch den Weg der „alternativen“ Heilkunde, d.h. wir suchten zunächst nach den physikalischen, chemischen, biologischen und sogar psychischen Ursachen für diese plötzliche Erkrankung. Von Hause aus beide Ingenieure, gingen wir die Angelegenheit also systematisch an und wurden dafür von einigen Medizinern sogar belächelt: „Was wollen diese medizinischen Laien damit denn wohl ausrichten ?“. Davon ließen wir uns jedoch nicht beirren. Meine Frau unterzog sich an der Rostocker Universitätsklinik in drei aufeinander folgenden Jahren mehrerer OP’s, bis sie von der Charité in Berlin-Buch betreut wurde. Man verschrieb ihr ein Medikament in Kapsel-Form, das den Tumor tatsächlich auch zurückdrängte – bis er dann nach ca. 1-1/2 Jahren wiederkam. Es war bekannt, dass der Tumor gegenüber diesem Medikament resistent werden konnte, und man forschte daher nach einem komplexeren und wirkungsvolleren Medikament. Meine Frau wollte sich nun aber nicht mehr zum Versuchskaninchen machen lassen und erklärte, die Heilung jetzt völlig in Gottes Hände geben zu wollen – das schrieb sie auch in ihr Tagebuch …

Auf „alternativem“ oder besser gesagt komplementärem Wege waren wir bei diversen Heilpraktikern (u.a. Dunkelfeld-Mikroskopie, Selen-Kapseln u.a.m.), ließen in unserer Wohnung und am Arbeitsplatz Störfeld-Untersuchungen vornehmen, nahmen an Familienaufstellungen teil, besuchten einen Kinesiologen, mehrere Psychotherapeuten sowie eine Astrologin und ließen auch überprüfen, ob nicht sogar ein bösartiger Fluch wirkte – man weiß ja nie, zumal der Großvater meiner Frau zur Vorkriegszeiten einmal Anthroposoph und Logenmeister war. Meine Frau spritze sich vom Hausarzt verschriebene Mistel-Präparate selber, wir konsumierten gemeinsam Aloe-Vera-Säfte, Sole-Lösungen nach Peter Ferreira, Kombucha-Getränke und Kristallalgen. Wir befassten uns mit der „Anthroposophie“ nach Rudolf Steiner (1861-1925), mit dem „Heilströmen“ nach Bruno Gröning (1906-1959) sowie mit der „Neuen germanischen Medizin“ nach Dr. Ryke Hamer. Wir arbeiteten mit „The Journey“ nach Brandon Bays und kommunizierten mit Engeln nach Ingrid Auer – diese Aufzählung ist sicherlich noch unvollständig. Schließlich erlernten wir beide die „Prana-Heilung nach Choa Kok Sui“ selber, was dann tatsächlich eine spürbare Linderung der mit dem Tumor verbundenen Beschwerden brachte …

Wohlwollende Hinweise aus Bekanntenkreisen, es doch auch einmal mit der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) zu versuchen, hatten wir erst einmal nicht aufgegriffen, denn wir waren mittlerweile völlig überfordert. Und von Ayurveda hatten wir bis zum Tode meiner Frau zu Weihnachten 2005 noch nie etwas gehört – wir (insbesondere ich selber) legten alle Hoffnungen auf die „Prana-Heilung nach Choa Kok Sui„, die uns bisher am weitesten gebracht hatte, nur eben nicht eine wirkliche Heilung bewirkte. Und damit hatte ich dann sehr lange Zeit zu kämpfen, mit der Suche nach dem Warum, nach dem, was wir eventuell übersehen oder nicht gemacht hatten, mit der Akzeptanz gewisser Illusionen, meines doch noch geringen Wissens, meiner eingeschränkten Fähigkeiten und Fertigkeiten, meiner Machtlosigkeit …

Ich bin mir darüber sehr wohl bewusst, dass meine o.a. Offenbarung eine Ernüchterung für all jene potentiellen Klienten darstellt, die eventuell die Hoffnung hegen, noch bei mir „das Ruder herumreißen“ zu können. Tatsächlich kann ich in meiner Praxis auf viele erfolgreiche Beratungen und Behandlungen auf den Gebieten zurückblicken, für die wir hier stehen, nämlich auf Bournouts und Lebenskrisen, auch auf Schmerzbehandlungen und einige andere Dinge mehr, aber vor Krebs-Behandlungen schrecke ich zurück, zumal diese Erkrankung eine ganz eigene Charakteristik aufweist, in die ich mich an dieser Stelle nicht weiter vertiefen möchte, weil es hier um ein ganz anderes Thema geht, nämlich um das Thema „Heilungs-Chancen“ …

Von Hause aus ursprünglich Atheist, aber dennoch für Alles offen (sonst hätte ich den oben beschriebenen Weg ja auch gar nicht beschritten), wurde ich mit der Zeit immer wieder mit dem Begriff „Gott“ konfrontiert.  Zunächst konnte ich diesen Begriff noch geschickt mit meiner  immer wieder geäußerten Absicht umschiffen, nach der Quelle zu suchen, die für den gesamten „Schlamassel“ verantwortlich war, aber genau diese Quelle war eben „Gott“, wie sich mit der Zeit dann herausstellte. Erst nach dem Tode meiner Frau lernte ich Ayurveda kennen und vertiefte mich in diese für mich völlig neue Welt. Ich  absolvierte mehrere Ausbildungen zum Masseur und zum Therapeuten bei deutschen und indischen Ärzten, eröffnete eine kleine Praxis, setzte meine Studien fort und bildete als Dozent eine gewisse Zeit auch diverse Leute in der Ayurveda-Massage aus. Das lief ganz gut und ebbte dann aus unerklärlichen Gründen ab. Ich nutzte die gewonnene Zeit, mich intensiver mit der Philosophie hinter dem Ayurveda zu befassen, d.h. mit den Studien der vedischen Überlieferungen, die die Grundlage für den Hinduismus und teilweise auch Buddhismus liefern. Und siehe da, das Thema „Gott“, der hier viele Namen trägt (in erster Linie „Krishna“, d.h. der „All-Anziehende“) war für mich nun ständig präsent …

Ich habe mich in meinen vorangegangenen Beiträgen bereits oft auf die vedischen Überlieferungen bezogen, insbesondere auf das „Srimad Bhagavatam“ und die „Bhagavad Gita“. Und wenn man sich mit dem Sinn des Lebens im Allgemeinen und mit der Heilkunde im Speziellen tiefgründig befassen will, kommt man an diesen Überlieferungen nicht vorbei. Tatsächlich konnte ich bisher nicht eine einzige andere Philosophie und nicht eine einzige „moderne wissenschaftliche“ Erklärung für alle weltlichen und spirituellen Vorgänge finden, die den vedischen Weisheiten wirklich nahe kommen. Und hier also fand ich dann auch die plausibelste Erklärung dafür, warum eine Heilbehandlung zu einem Erfolg führt oder warum nicht. Doch schauen wir uns nun auszugsweise die entsprechende Texte näher an („Srimad Bhagavatam“, 7.Canto, 9.Kapitel, 19.Vers):

balasya neha saranam pitarau nrsimha
nartasya cagadam udanvati majjato nauh
taptasya tat-pratividhir ya ihanjasetas
tavad vibho tanu-bhrtam tvad-upeksitanam

0 Höchster Herr, Sri Nrsimhadeva, aufgrund ihrer körperlichen Lebens­-
auffassung können verkörperte Seelen, die Du vernachlässigst und für die
Du nicht sorgst, nichts tun, um ihre Lage zu verbessern. All das, was sie als
Heilmittel betrachten, mag zwar eine Zeitlang nutzbringend sein, ist jedoch
mit Sicherheit nicht von Dauer. Ein Vater und eine Mutter beispielsweise
können ihr Kind nicht beschützen, ein Arzt sowie Medizin können einem
leidenden Patienten keine Linderung verschaffen, und ein Boot auf dem
Meer kann einen Ertrinkenden nicht retten.

Es besteht für ALLE Heilkundigen die unabdingbare Notwendigkeit, ihre Patienten bzw. Klienten darüber aufzuklären, dass ein Heilerfolg letztlich immer von einem höheren Willen abhängt, und das müssen auch Atheisten sowie Materialisten akzeptieren, ob sie es nun können bzw. wollen oder nicht. Meine o.a. persönlichen Erfahrungen und die tatsächlich aller anderen Heilkundigen, wenngleich sie kaum darüber derart direkt oder öffentlich sprechen mögen, bestätigen diese Tatsache. Und was kann man dann nun tun ? Ganz einfach – man sollte sich endlich einmal mit dem wirklichen Sinn des menschliches Daseins, das immer nur zeitweilig ist, befassen. Und eine Erkrankung ist in jedem Leben auch nur eine zeitweilige Episode, die ausschließlich die eigene Verkörperung betrifft, nicht aber das in dieser Verkörperung residierende eigentliche Lebewesen, nämlich die Seele selbst …

 

Kinderlosigkeit aus spiritueller Sicht (26.05.2016)

Im letzten Jahr suchten uns völlig unabhängig voneinander zwei junge Ärztinnen auf, die in größerer Entfernung von unserer Praxis lebten und arbeiteten und sich gegenseitig auch nicht kannten. Ihnen war aber gemeinsam, dass sie ihre Probleme vor ihrer Kollegenschaft einfach nicht ausbreiten konnten – wer unsere Gesellschaft gut beobachtet, kann die bestehenden Hemmnisse mit Sicherheit nachvollziehen. In dem einen Fall handelte es sich um einen Burnout durch den übermäßigen Krankenhausdienst und im anderen Fall um Kinderlosigkeit. Die gerade hiervon betroffene Klientin arbeitete bezeichnenderweise in einer Abteilung, in der kinderlosen Frauen mit (klassisch-) medizinischen Mitteln und Methoden zu einer Schwangerschaft verholfen werden soll. Wie steht man nun im Ayurveda im Allgemeinen und in den Veden im Speziellen dazu … ?

Kinderlosigkeit begegnet uns im Bekannten-, Freundes- und Verwandtenkreis doch relativ häufig. Die betroffenen Frauen oder Paare lassen kaum etwas unversucht, den Ursachen für die ausbleibende Empfängnis auf den Grund zu gehen und diese mit „modernen“ medizinischen Methoden zu überwinden. Gibt es dafür wirklich keine Möglichkeit, so bleibt ihnen immer noch der Weg über eine Kindes-Adoption oder die Übernahme einer Pflegeschaft. Alles das sind jedoch nur Reaktionen auf das Kinderlosigkeits-Symptom …

Im ganzheitlichen Ayurveda versucht man, die Problematik nicht nur auf körperlicher, sondern auch noch auf geistiger und seelischer Ebene abzuklären und zu lösen. So werden unter anderem die jeweiligen körperlichen und geistigen Voraussetzungen für eine Elternschaft, die jeweiligen Lebens- und Arbeitsbedingungen, die Lebensweise selbst, die geistig-spirituelle Reife sowie die Zeitqualität näher beleuchtet. Besteht ein Kinderwunsch, so ist auch ehrlich zu hinterfragen, ob dieser Wunsch wirklich aus dem Inneren bzw. dem Herzen kommt oder ob dafür nicht eher rationale bzw. Imagegründe vorliegen …

Betrachtet man die Problematik des bisher nicht erfüllten Kinderwunsches auf seelischer Ebene, so muss man differenzieren zwischen einem seelischem Beistand (Anteilnahme, Mitgefühl usw.) sowie der spirituellen Deutung. Ein „seelischer“ Beistand im allgemeinverständlichen Sinne trägt nicht wirklich dazu bei, das von den Betroffenen empfundene Leid nachhaltig zu lindern und völlig zu beseitigen. Selbst wenn es später einmal gelingen sollte, dass sich der Kinderwunsch auf irgendeine Weise realisieren ließ, so zieht die Existenz eines Kindes neues Leid nach sich, wie z.B. die bestehende Angst um das kindliche Wohlsein u.a.m. …

Diese Thematik nun wird in den vedischen Überlieferungen selbst (nicht explizit im Ayurveda) aufgegriffen und tiefgreifend behandelt: Ist ein Mensch spirituell fortgeschritten, so ist ihm bereits klar, dass es eine Trinität von Körper, Geist sowie Seele gibt und dass er selber nicht der materiell-grobstoffliche Körper und materiell-feinstoffliche Geist ist, sondern die spirituelle Seele, die in einer zeitweilg eigenen, sich stets verändernden materiellen Verkörperung weilt. Mit anderen Worten ist ihm schon klar, dass die Verkörperung (Inkarnation) eine zeitweilige Angelegenheit ist, nur ist ihm weniger klar, warum die Inkarnation einer anderen Seele in einem von Mann und Frau bereitgestellten (gezeugten) Verkörperung zumindest bisher nicht gelang und eventuell auch niemals gelingen wird. Dazu nun im „Srimad Bhagavatam“ (6. Canto, 14. Kapitel ff.) mehr …

Spiritualität – sind Äußerlichkeiten wichtig ? (10.02.2016)

Spätestens seit Herbst letzten Jahres kommt dieses Thema vermehrt auf, nämlich im Bezug auf eine „Islamisierung“ unserer westlichen Gesellschaft durch Flüchtlinge und Migranten aus dem Nahen Osten, aus Nord- und Mittel-Afrika oder aus Afghanistan. Was dabei am meisten als störend oder sogar bedrohlich empfunden wird, ist die Verschleierung der Frauen, die sich dem Islam zuwenden und die das angeblich unter der Knute einer männlichen Herrschaft tun. Doch was haben diese Äußerlichkeiten wirklich mit dem Wesen unseres Mensch-Seins zu tun … ?

Die ursprünglich altindische Gesundheitslehre und Heilkunst AYURVEDA, die bekanntlich auch auf der ganzen Welt uneingeschränkt einsetzbar ist, ist selber zutiefst spirituell durchdrungen, wenngleich das zunächst vielen Klienten oder Patienten entgeht. Der spirituelle Hintergrund wird dann jedoch in Äußerlichkeiten ersichtlich, wie z.B. in der Ausstattung von Behandlungsräumen mit hinduistischen Bildnissen und der Einbindung hinduistischer Praktiken. Wer sich selber damit nicht tiefgründiger befasst, dem werden diese Äußerlichkeiten etwas exotisch und dennoch sehr angenehm erscheinen. Oftmals wirft man sogar den Hinduismus mit dem Buddhismus in einen Topf, obgleich sie recht verschiedene Auffassungen von unserem menschlichen und weltlichen Dasein haben – Hauptsache es erscheint irgendwie fernöstlich …

Aber auch der Islam und der Sufismus sind nicht Ein- und Dasselbe – der Sufismus stellt eine besondere mystische Strömung innerhalb des Islam dar, so wie der Buddhismus einmal aus dem Hinduismus hervorgegangen ist. Letztlich gibt es auch im Christentum die verschiedensten Richtungen, die sich scheinbar sogar sehr konträr gegenüberstehen, und das Christentum ging aus dem Judentum hervor. Wie jeder religiöse Mensch unabhängig voneinander bestätigt, nimmt seine Religion ausdrücklich Bezug auf ein Schöpfungswesen, das eine Bezeichnung bzw. einen Namen hat und für ihn sichtbar oder unsichtbar bzw. darstellbar oder nicht darstellbar ist. Dieses Schöpfungswesen, das wir in unserer westlichen Kultur als „Gott“ bezeichnen, ähnelt sich in all seinen Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Fertigkeiten so sehr, dass es sich letztlich immer wieder um Ein das Dasselbe handeln muss …

Doch was haben nun die religiösen Äußerlichkeiten damit zu tun, die uns zuweilen anziehen, in anderen Fällen aber beängstigen ? Das eigentliche Ziel einer jeden Religion ist die natürliche Wiedereinbindung des individuellen Lebewesens in die gesamte Schöpfung und zugleich die Rückverbindung mit dem Schöpfungswesen, das wir „Gott“ nennen. Unter einer „natürlichen Wiedereinbindung“ sei die Wiederintegration in unsere gesamte natürliche Umwelt ohne Einflussnahme durch unseren materiell orientierten Verstand gemeint. Es sei an dieser Stelle nochmals daran erinnert: Wir Menschen sind unsterbliche spirituelle Lebewesen in einem sterblichen materiellen Körper ! Also – alle religiösen Praktiken, zu denen auch die Ausgestaltung von Räumlichkeiten, die Bekleidung und ebenso Rituale gehören, sind HIlfsmittel, unseren materiell orientierten Verstand immer wieder auf das o.g. eigentliche Ziel auszurichten. Der Verstand nämlich lässt sich von unseren Sinnesorganen beeindrucken und diese sind immer auf (vergängliche) materielle Äußerlichkeiten gerichtet. Es ist daher intelligent, den Verstand über religiöse Äußerlichkeiten in die Richtung zu lenken, die unser eigentliches (spirituelles) Mensch-Sein wirklich betreffen …

Sicherlich mögen einige religiöse Äußerlichkeiten für uns befremdlich erscheinen, aber im Kern geht es immer wieder um das gleiche Thema. Was liegt jetzt nicht näher, sich einmal mit den Menschen zu unterhalten, die das gleiche Lebensziel auf eine andere Weise als wir selber zu erreichen versuchen ? Ablehnung führt zur Beschränktheit, Offenheit führt zu mehr Weisheit. In diesem Sinne … atma namasté …